Veranstaltungen in der Oberlausitz 
Freitag, 09. März 2018

09.03.2018

Ausstellung

Ausstellung „sprechende Steine – erlebte Bilder“

Museum der Westlausitz - Elementarium, Kamenz

Die Skulpturen von Cvetanka Kirilova Schnorrbusch und die Malereien sowie Grafiken von Gudrun Otto gehen erstmals in der Ausstellung „sprechende Steine – erlebte Bilder“ eine Symbiose ein. Beide ziehen ihre Inspiration überwiegend aus der Natur und dem Leben selbst.Cvetanka Kirilova Schnorrbusch ist 1956 in Bulgarien geboren und absolvierte von 1974 bis 1976 ein Studium der Philosophie in Sofia sowie ein Studium der Soziologie in Prag. Ihr Lebensweg führte sie schließlich nach Deutschland. Hier begann 1996 ihre Karriere als Bildhauerin.Das dafür nötige Know-how erhielt sie als Privatstudentin von Frank Maasdorf. Er blieb insgesamt fünf Jahre ihr Mentor. Für ihre Kunstwerke nutzt sie die Naturmaterialien Stein und Holz, wobei Stein ihren Hauptwerkstoff darstellt. Sie erweckt vorwiegend Sandstein, aber auch Serpentin, Marmor, Alabaster und viele weitere Gesteine zum Leben.Bei ihrer Arbeit lässt die Künstlerin die natürliche Form der Materialien zu sich sprechen, um daraus neue, menschliche Formen zu schaffen. Nicht selten zeigt sich erst während des Arbeitsprozesses – während der intensiven Auseinandersetzung mit dem Stein – in welche Richtung die Formen ihre Arbeit führen wird. In ihren Arbeiten liegt eine starke Anziehungskraft, die auffordert, die Skulpturen intensiv von allen Seiten zu betrachten – die Dreidimensionalität, Haptik und Raumwirkung sprechen für sich. Für neue Inspirationen unternimmt Cvetanka Kirilova Schnorrbusch die verschiedensten Kunst-Kultur- und Studienreisen. Ziele waren bereits: Island, Kappadokien, Marokko oder Istanbul.Ihre Werke finden sich im öffentlichen Raum wie im Hof des Hauses der Dt. Stiftung für Denkmalschutz in Quedlinburg, im Wangeliner Garten in Mecklenburg oder in Bulgarien. Einige ihrer Werke befinden sich auchin privaten Sammlungen. Zudem konnten ihre Skulpturen bereits in mehreren Ausstellungen bewundert werden. 1998 erhielt Cvetanka Kirilova Schnorrbusch den Kunstpreis des Landratsamtes Kamenz.Die Malerin Gudrun Otto ist 1943 in Gnesen/Thüringen geboren und aufgewachsen. Schon früh entwickelte sie Freude an der Kunst. Ihre ersten Maler-Vorbilder waren ihr Großvater Wilhelm Rättig und Professor Otto Niemeyer-Holstein. Seit 1958 ist sie in Hoyerswerda ansässig und besuchte den Malzirkel von Heinz Sieger in Cottbus. Später absolvierte sie ein Studium der Chemie und arbeitete vierzehn Jahre als Forschungsingenieurin im Aluminiumwerk Lauta.In all der Zeit ist ihre Liebe zur Malerei nicht abgeflaut. So schloss sie ein Spezialstudium der Malerei und Grafik in Cottbus ab. Sie liebt pastöse Farben, dunkel, undurchdringlich scheinend und arbeitet selten mit scharfen Kontrasten. Dennoch sind ihre Werke, durch ihre Pinsel- und Strichführung voller Leben. In ihren Arbeiten finden sich auch lichte, transparente Töne, die sich aneinander schmiegen, aber streng geführt sind. Gudrun Otto ist immer auf der Suche nach neuen Eindrücken in der Natur naher und ferner Landschaften, um ihre Erlebnisse in Bildern festzuhalten, denn schöpferisch zu sein heißt für sie nicht stehen zu bleiben – ständig lernen, unermüdlich sich selbst erproben, Ausstellungen besuchen, sich mit anderen Künstlern und mit ihren Freunden auszutauschen.Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Motive aus der Lausitzer Natur. Unter ihren Werken findet sich das Dubringer Moor, Fischteiche unserer Region; die Grau- Reiherkolonie bei Koblenz oder die Kraniche auf dem Durchzug von Nord nach Süd und umgekehrt, die jährlich auf Feldern und Wiesen um Hoyerswerda tanzen.Der Betrachter ihrer Bilder wird auf eine Reise in die Welt und Sichtweise von Gudrun Otto entführt. Ihre Werke konnte sie bereits in diversen Ausstellungen einem breiten Publikum näher bringen.Die Arten der Betrachtungsweise der Natur und die künstlerische Umsetzung finden in der Ausstellung zusammen und erzählen gemeinsam neue Geschichten und wollen den Besucher zum Verweilen einladen.Begleitprogramm zur Sonderausstellung Kunst:https://www.museum-westlausitz.de/veranstaltungen/ausstellungseroeffnungen/1073-ausstellungseroeffnu

WO?

Museum der Westlausitz - Elementarium

Pulsnitzer Str. 16, 01917 Kamenz