Veranstaltungen in der Oberlausitz 
Dienstag, 08. August 2017

08.08.2017

Ausstellung,Geschichte

„Töchter und Söhne von Niesky "

Museum Niesky, Niesky

Am Dienstag, den 8. August 2017, dem Tag der Grundsteinlegung der ersten drei Häuser von Niesky, öffnet um 16 Uhr im Johann-Raschke-Haus die Ausstellung: „Töchter und Söhne von Niesky – Lebenswege aus 275 Jahren“. Im Laufe der noch recht jungen Ortsgeschichte brachten die Nieskyer zahlreiche herausragende Innovationen hervor, die dem kleinen Ort teilweise sogar weltweiten Ruhm einbrachten. Anhand von 35 verschiedenen Lebensläufen stellen wir Menschen vor, die Niesky in ihrer Zeit geprägt haben. Darunter sind berühmte Persönlichkeiten, die hier geboren oder zur Schule gegangen sind, aber auch "ganz normale" Leute, die in Niesky gelebt und gearbeitet haben und so die Ortsgeschichte mitgestaltet haben. Ergänzt wird die Jubiläumsschau durch Zeichnungen der jüngsten Nieskyer Töchter und Söhne. Die Kinder aus dem Zentralen Hort malten in ihren Winterferien Nieskyer Gebäude und Sehenswürdigkeiten. Töchter und Söhne von Niesky:Sigmund August von Gersdorf (1702-1777) - Ortsherr und erster Architekt von NieskyJohann Raschke (1702-1762) - böhmischer Emigrant und erster Ortsvorsteher Friedrich Oswald Geller (1716-1782) - Stammvater der Seifensiederei und Lichtezieherei Geller Johann Gottfried Schultz (1734-1819) - Maler zahlreicher Ortsansichten der Oberlausitz Benjamin Henry Latrobe (1764-1820) - Architekt, bekannt für die Konstruktion des United States CapitolFriedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768-1834) - bedeutender Theologe und PhilosophJohann Ehregott Christoph (1810-1887) - Gründer der Maschinenbaufabrik (heute Waggonbau und Stahlbau)Prof. Dr. med. Adolph zur Lippe (1812-1888) - zählt zu bedeutendsten Homöopathen des 19. JahrhundertsDr. med. Christian Rudolf Hausmann (1814-1894) - Landarzt und Verfasser des Niesky-Gedichts Dr. Ernst Hermann Plitt (1821-1900) - Begründer der Diakonissenanstalt EmmausAlfred Graf von Schlieffen (1833-1913) - Offizier des Deutschen Kaiserreichs und Verfasser des Schlieffen-PlansJohann Heinrich Theodor Bourquin (1833-1914) - Lehrer und Nieskyer TurnvaterCarl August Fischer (1844-1925) - Ortspolizist in Niesky Hermann Conrad Johannes Fölsch (1845-1920) - Unternehmer und engagiert für soziale Projekte Johann Karl August Barthel (1846-1914) - Händler, Gründungsmitglied u.a. des Naturheil- und Imkervereins Christian Ferdinand Christoph (1846 -1932) - Gründer der Baracken- und Holzhausfabrik Christoph & UnmackGustaf Dalman (1855-1941) - bedeutender Altertumsforscher und Orientexperte Johann Traugott Bachmann (1865-1948) - Missionar in Ostafrika (heutiges Tansania)Theodor Edmund Schmidt (1870-1960) - Vorsteher der Diakonissenanstalt, Vorsitzender der VolksratsProf. Dr. Herman Anders Krüger (1871-1945) - Autor des Nieskyer Schulromans „Gottfried Kämpfer“Wilhelm Mühlenhaupt (1875-1957) - Direktor im Holzbau bei der Firma Christoph & Unmack AGOtto Alfred Hetzer jun. (1876 -1937) - Direktor im Hallenbau bei der Firma Christoph & Unmack AGGeorg Nischwitz (1883-1964) - Leiter der Lackfabrik Silesia Gustav Koch (1886-1957) - Lehrer am Pädagogium und nach 1945 an der Nieskyer Oberschule Richard Haupt (1887-1967) - war 58 Jahre lang Schwimmmeister im Nieskyer Waldbad Lydia Therese Reichel, geb. Fischer (1893-1967) - Malerin zahlreicher Nieskyer Ortsansichten Richard Neumann (1895-1968) - erster Bürgermeister nach 1945Johanna Signe Larsen (1898-1985) - Diakonisse in der Jerusalemer Missionsstation der BrüdergemeineKonrad Wachsmann (1901-1980) - Architekt und Pionier des industriellen Bauens Carl-Heinrich Hoberg (1904 -1985) - Buchhändler in dritter GenerationMartin Biele (1915-1995) - Fotoreporter und SZ-Volkskorrespondent Eva Küssner (1921-2012) - Diakonisse und Altenpflegerin in der Diakonissenanstalt Emmaus Gottfried Forck (1923-1996) - Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg zur WendezeitChristine Mertlik, geb. Tschierschke (1923-2013) - Kunsterzieherin Margarete Halke, geb. Zoike (1927-2012) - private Fuhrunternehmerin während der DDR-Zeit

WO?

Museum Niesky

Zinzendorfplatz 8, 02906 Niesky