18.04.2017 20:00 - 24.04.2017 18:00
Ausstellung „Hinter verschlossenen Türen – häuslich Gewalt"
Häusliche Gewalt – Ein gesamtgesellschaftliches Problem
Sarah Buddeberg (MdL) eröffnet gemeinsam mit Mirko Schultze (MdL) am Dienstag den 18.4.2017 um 20 Uhr mit dem Film „Die Hände meiner Mutter“ die Ausstellung.
Jede vierte Frau in der Bundesrepublik
Häusliche Gewalt – Ein gesamtgesellschaftliches Problem Sarah Buddeberg (MdL) eröffnet gemeinsam mit Mirko Schultze (MdL) am Dienstag den 18.4.2017 um 20 Uhr mit dem Film „Die Hände meiner Mutter“ die Ausstellung. Jede vierte Frau in der Bundesrepublik ist oder war von häuslicher Gewalt betroffen. Dieses erschreckende Ausmaß offenbarte eine Studie des Bundesfamilienministeriums. Häusliche Gewalt kommt in jeder 5. Paarbeziehung, in allen Schichten vor, Bildungshintergrund, Religionszugehörigkeit, Alter oder Einkommen spielen keine Rolle. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen, häufiger als Verkehrsunfälle. Anders gesagt: das eigene Zuhause ist für Frauen der gefährlichste Ort für die eigene Gesundheit. Doch auch Männer werden Opfer häuslicher Gewalt durch ihre Beziehungspartnerin oder ihren Beziehungspartner. Obwohl die Zahlen der Betroffenen derartig hoch sind, ist das Thema nach wie vor ein Tabuthema. Noch immer wird den Betroffenen häufig nicht geglaubt, die Gewalt als Familienstreit abgetan und den Opfern eine Mitschuld gegeben. Zudem leidet das Netz an Frauenschutzhäusern und Beratungseinrichtungen an chronischer Unterfinanzierung. Die Platzkapazitäten der Frauenschutzhäuser in Sachsen sind in den letzten Jahren sogar noch gesunken, von 290 im Jahr 2009 auf heute 240. Und das, obwohl die Zahlen von Rat- und Schutzsuchenden kontinuierlich stiegen. Eine Männerschutzwohnung gibt es nach wie vor nicht. Um dem Thema mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, über Folgen und mögliche Ursachen aufzuklären die beiden Abgeordneten der LINKEN Sarah Buddeberg (MdL) und Dr. Cornlia Ernst (MdEP) die Ausstellung Hinter verschlossenen Türen – Einblicke zur Häuslichen Gewalt entwickelt. Diese soll an den verschiedensten Orten Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für dieses wichtige Thema schaffen. In Görlitz kann die Ausstellung vom 19.4. bis 24.4. täglich von 10-18 Uhr in der Galerie im Handwerk 13 besichtigt werden. Am 21.04. um 20 Uhr wird zum Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Kurdische Frauen – Ein emanzipiertes Leben, in dem Kampf zum Alltag gehört“ in die Schulstraße 8 eingeladen. Zweite Station ist vom 25.4.-28.4. in Weißwasser in den Räumen des Spinnetz e.V. (Sorauer Platz) täglich geöffnet von 10-18 Uhr. Weitere Informationen finden sie auch unter www.ausstellung-gegen-gewalt.de

